don't panic, it's organic!


Geburt eines Basterds
26. Mai 2009, 17:50
Gespeichert unter: Filmfreak | Schlagworte: ,

Ab geht’s mit neuen und wiederentdeckten cinematographischen Auswüchsen.

Quentin Tarantino hat wieder zugeschlagen,was soviel heißt wie: Ordentliches Gemetzel, hintersinnige Dialoge vermengt mit einigen bekannten Visagen, cinematographischer Rafinesse und viel Filmblut. Was das Enfant Terrible mit dem klangreichen Namen und dem irrsinnigen Blick anfasst, ist meist kultgeschwängert  und polarisiert. Der Plot dürfte bekannt sein, da das neue Baby seit über einem Jahr sehnlichst von Fans angriffslustigen Kritikern erwartet wird. Ze Germans gegen die Inglourious Basterds. Skalpe fliegen multilingual durch die Filmlandschaft, zum Showdown lädt Tarantino ins Kino ein. Ob seine blutige Hommage an den Film gelungen ist, können wir ab dem 20. August herausfinden. Unterspielt wird das Ganze mit dem üblich souveränen Soundtrack. Hier der Trailer:  Christoph Walz hat vor einigen Tagen für seine Darstellung des „Judenjägers“ Hans Landa eine Palme in Cannes mitgenommen, aber vergesst nicht, woher ihr diese fiese Type mit dem kalten Blick noch kennt: Richtig, Kommissar Rex, wo er 1996 den gemeinen Puppenmörder miemte. Hier das hochwertig inszenierte Intro zur Wiederauffrischung, ohne Walz. Schmackhaft geht es weiter: Nicht Brad Pitt, der zwar auch mit Oberlippenhäubchen ansehnlich wirkt, auch nicht der ewig bubige Brühl, nein: Micheal Fassbender wird näher beleuchtet.  Seit  “Hunger“, wo er als kompromissloser RAF- Häftling im Hungerstreik überzeugte und somit unter der Regie von Steve McQueen im letzten Jahr die Croisette faszinierte, schreit dieser Mann nach Aufmerksamkeit. Also hört hin! Dieser grandiose und erschütternde Film hat es in Deutschland bislang nicht auf die Leinwand geschafft, eventuell kommt er im November. Falls ihr zuvor drüber stolpern solltet, unbedingt anschauen und emotional aufwühlen lassen.