don't panic, it's organic!


Zuagroast
21. Juli 2009, 10:09
Gespeichert unter: Kiezgeflüster, Kunsthappen | Schlagworte: , , ,

In München herrscht derzeit akute Veranstaltungswut. Doch kein Grund zur Panik, denn hier kommt nur Gutes. Versprochen. Bis zum 6. August in der Färberei:

Zu sehen gibt es dort u.a. Eindrücke aus Birmingham, Istanbul und natürlich München, beladen mit einer ordentlichen Portion (Achtung, böses Wort:) Migrationshintergrund. Eröffnung in der Färberei, Claude-Lorraine-Str. 25 RGB, weitere Veranstaltungen bis zum 31. Juli und die Ausstellung läuft bis zum 6. August. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 15:00 bis 18:00 Uhr
Samstag: 13:00 bis 18.00 Uhr, Sonntag geschlossen.

Vorgeschmack aus Birmingham:

Birmingham

Impressionen aus Istanbul:

Istanbul

Istanbul

Istanbul

München:

München

München

München

Mehr davon auf www.uebungsraum.eu

Und hier noch ein paar persönliche Favoriten:

Zuagroast

Zuagroast

Zuagroast

Passend hierzu bis 15. September in der Münchner Rathausgalerie und ebenfalls bei freiem Eintritt, die Ausstellung crossing munich, mehr Infos findet ihr hier.



Favorit Bar
19. Juli 2009, 15:16
Gespeichert unter: Kiezgeflüster | Schlagworte: , ,

Wir erweitern unsere Kietzstammstrecke und bezwinkern Münchens Sehnsucht nach Subkultur.

Graffiti an den Wänden, trashige Sanitäranlagen, Abwrack-Flair mit scheinbar provisorischen Sitzmöbeln, umgeben von unebener Bodenbeschaffenheit: Ein Stück Berlin in München, das ist die Favoritbar. Fernab von Schicksen und Schlipsen, bietet die kantige Schummerbude (von der SZ durchweg positiv als Negation von Style bezeichnet) im Münchner Hackenviertel unangestrengten Nachtvertreib umhüllt von feinsten Elektroklängen und ohne Kindergartenatmosphäre.

Mit der eigenen Homepage verhält es sich ähnlich wie mit einem ausgeschilderten Eingang, beide existieren nicht. Allenfalls an der Rauchertraube kann man die Barhaftigkeit erahnen.  Dennoch wird die Bar massenhaft favorisiert, 200 Ausgehwütige quetschen sich an guten Tagen hinein, was bei der offiziellen Anzahl von 30 Sitzplätzen im Winter für geringe Energie- und im Sommer für hohe Deokosten sorgen dürfte.

Wer mitquetschen will, hier kommen die Fakten:

Damenstiftstr. 12,

80331 München,

Öffnungszeiten:  So-Do 20.30-2, Fr/Sa 20.30-3



Bergwolf
19. Juni 2009, 00:22
Gespeichert unter: Kiezgeflüster, Umami | Schlagworte: , ,

Für ein paar Tage werde ich die heißgeliebte Tastatur nicht drücken können. Zuvor muss die Kietzstammstrecke noch um ein weiteres Imbisserlebnis erweitert werden.

Es folgt die äußerst einladende und nicht minder organische Speisekarte aus dem Münchner Szenewurstladen Bergwolf :

nett!

nett!

Appetitliche Speisekartensemantik, wenn der Gedanke an Drüsenflüssigkeit für feuchte Mundwinkel sorgt:

Organisch!

Organisch!

Jetzt etwas versöhnlicher und vegan:Vegan!Wie kommt man hin?

Fraunhoferstr. 17

80469 München

Tel.: 089 23259858

Zurück zum Thema, natürlich verschwinde ich nicht, ohne für ebenbürtige Vertretung gesorgt zu haben. Eventuell kennt ihr sie bereits, umso besser. Ich wünsche bon amusement mit folgenden Gesellen:

Im Grunde sind wir ja alle kleine Wesen, rücklings auf der Suche nach ein wenig Harmonie und Popcorn. Es geht intellektuell und höchst philosophisch weiter:

Zuletzt verfolgen wir die sardonischen Machtspiele dieser drei Wichte- und  Einwurf!

Anspruch unten? Bis bald!



m.c. mueller
30. Mai 2009, 12:59
Gespeichert unter: Kiezgeflüster, Umami | Schlagworte: , ,

Hier geht’s zur Erweiterung der Kietzstammstrecke.

Heute im Fokus: Das m.c. mueller in der Müller-, Ecke Frauenhoferstraße. Egal ob man nach Bier, BioBurger oder einem Ingwer Sling verlangt, keine Lust auf minderjähriges Klientel hat, oder gerade von einem hartnäckigen Rosenverkäufer gestalkt wird: Im m.c. mueller findet man den geeigneten Unterschlupf, letzteren zwei Kategorien wird der Eintritt explizit per Piktogramm verwehrt.

Ein bisschen derb, nicht immer ganz pc und mit der nötigen Prise Nonchalance, kann man hier vorpistlich Proteine und Promille auftanken und bis 22h im kultigen Biergarten freiluftschnuppern.

Die fleischfreundliche Jause lässt sich zur happi-hour von 18-20h günstiger verdauen, später reichern DJs die Atmosphäre mit Clubgedöns an.

Wer also mal wieder die temporal arbiträre Eintrittgrenze beim famosen Café King verpasst hat, weniger Szenennarzissmus, dafür mehr deftige Bodenständigkeit sucht, braucht nur einige Tanzschritte auf der barhaftigen Müllerstrasse investieren- und ein bisschen Zaster:

  • Softes 2,50€
  • Bier 3€
  • Mischbrause 8€
  • Burger mit Sättigungsbeilage ab 8,50€


Fremdfeiern
21. Mai 2009, 12:41
Gespeichert unter: Kiezgeflüster, Schlaumacher | Schlagworte: , ,

München leuchtet. Und, dass Geflimmer in dieser feinen Stadt viel kostet, weiß jeder gutinformierte Mietspiegelverfolger. Daher schreit es hier förmlich nach Rebellion, wenn subkulturelle Winde durch die Stadt wehen, die in der Hauptstadt und anderswo längst als Mainstream abgeheftet werden. Das inszenable Glockenbachviertel riecht derzeit nach einem Hauch von Revolte. Denn, wo sonst nächtliche Bum-Bum Anstalten walten, kann der findige Münchner neuerdings tagsüber seine Garderobe erweitern und sich dabei ein bisschen avantgard fühlen. Guerillashops öffnen für kurze Zeit im Horses Cars and Stars/Machima in der Schellingstraße und im Cafe am Hochhaus/Vaaon in der Blumenstraße ihre Pforten für das Szene-Klientel.

Leider verwehren hohe Zwischenmieten, Gewerberegelungen und sonstige Bürokratie meist den verwegenen Popup-Spaß.

Ja, auch in Grün gibt’s eine ähnlich frivole Aktion, nennt sich dann Guerilla Gardening , wo pflanzwütige Umweltfreunde -bewaffnet mit Schaufel und Ablegern- graue Areale besamen, vorbildlich organisch! Solch Marketingstrategie scheint auch in der Esotherik gut anzukommen, denn hier gibt’s heimliche und heftige Guerilla-Yoga Happenings, Wohlfühlfaktor und Weichspülergesicht inklusive. Ganz andere Sorgen haben die bohemen Studenten bei der Wohnungssuche in Paris. Für 18 qm muss man dort schon mal 850 € abgeben. Aber die Franzosen, bekannt für ihre ausgeprägte Revolutionskultur, haben sich ein feines, wenn auch noch nicht sonderlich ertragreiches Konzept gegen die horrenden Abgaben ausgedacht: Die Studenteninitiative Le Jeudi Noir (in Anlehung an das wöchentlich erscheinenden Wohnungsanzeigenblatt PAP) sucht sich donnerstags jeweils eine der würzigsten Wohnungsgebote raus und vereinbart einen Besichtigungstermin. Ist einer der mutmaßlichen Interessenten in der überteuerten Kammer, wird der Rest, bestückt mit Sekt und Luftschlangen, in die Wohnung gelotst: Guerillafeierei par excellence! Plakatives Anprangern soll den Eigentümern die Augen öffnen.

Polizei und verdutzte Inhaber zu beschwichigen, wird nach dem Partyüberfall alles feinsäuberlich geputzt. Doch solange die Mieten nicht sinken, muss die Meute wohl weiter fremdfeiern. Wann sowas mal in diesen Breiten passiert? Mein Wochenanzeiger liegt jedenfalls parat…



X-Cess
7. April 2009, 21:46
Gespeichert unter: Kiezgeflüster, Umami | Schlagworte: , , ,

München leuchtete. Wir reden natürlich Neon und Leuchtstoff. Wo und wie es wann für wieviel mit wem unbedingt (nicht) auszuprobieren gilt, erfahrt ihr hier.


Heute unbedingt ausprobieren: X-Cess

Altstadt-LehelKolosseumstraße 180469 MünchenTel.: 08923000083

Lohnt sich für alle, die mal wieder das Bedürfnis in sich hegen, sich wenigstens lokalpolitisch vom hochkragigen Poloshirtträger und dessen weiblichem, mit Longchamp/George Gina & Lucy -Taschen beseelten Pendant abzusetzen. Erwartungen herunterschrauben,denn hier batteln sich gelegentlich Hobby- DJs in gefühlten 32 qm. Ein großes Plus ist auf alle Fälle die geschmackvolle Tapete, die von erotischer Eklektik zeugt und bei steigendem Alkoholpegel beinahe psychedelische Züge annimmt, der rote Samtvorhang hilft direkt proportional.
Zu später Stunde werden hier kostenfreie amuse-geuls in Form von Cola-Lutschern und Leckmuscheln verteilt (geschlechtsspezifische Präferenzen werden bedient), zu denen man sich sich herrlich die Stammgäste mental einverleiben und sich an absturzträchtigen Promilleopfern bei der kläglichen Suche nach ihren Schöffel Anoraks halbmitleidig erschadenfreuen kann. Unbedingt mitnehmen: Fetenfreudige  und nicht gänzlich humorfreie Couchsurfer, die zum Thema München bisher nur mit einer Käfer- Einser-Dallmayr- Denkblase  reagieren. Lieber zu Hause lassen: Ebensolche, die die Denkblase wohlgefällig mit geschmatzem Bussibussi beträten…