Ab geht’s mit neuen und wiederentdeckten cinematographischen Auswüchsen.
Wir widmen uns erneut der aufgewärmten Komponente dieser bescheidenen Cinemathek, genauer gesagt einem Regisseur, den ich gerne Monsieur Atmosphère nenne- Wes Anderson. Seine filmischen Kennzeichen: Bezaubernde Mise en Scène, verschroben makelhafte Figuren mit Hang zur Regression und ordentlich Unkonventionelles unterspielt mit klimpernden Indiemelodien, die synästhetische Wirkung entfalten. Er bedient sich oft eines festen Ensembles aus der schlagseitigen Humor- und Charakterecke wie Luke und Owen Wilson, Anjelica Huston, Bill Murray und natürlich dem putzigen Jason Schwartzman. Seine Kamera bestückt er stets mit dem famosen Robert D. Yeoman, der absolut verzückende Aufnahmen einfängt. Bevor sein neuer (animierter) Auswurf, Der fantastische Mister Fox, basierend auf einer Roald Dahl Novelle, im November 2009 unsere Lichtspielhäuser beziehen darf, gibt’s hier eine kleine Filmographie. Es geht direkt ins Jahr 1998, wir blinzeln Rushmore und Jason Schwartzman als nerdigen Schmock zu:
Weiter mit einem Haufen bizarrer Figuren in The Royal Tenenbaums (2001). Man achte auf die schnittigen Adidas deux-pièces en rouge, aufgetragen von Ben Stiller und Anhang, magnifique!
Nun zu meinem absoluten Favoriten. Eine Wohltat für trashgeschädigte Augen hochgelobt und heißgeliebt, hier also die vollen 13 Minuten Hôtel Chevalier mit Natalie Portman, köstlich:
Und der dazugehörige The Darjeeling Limited (2007): Die Wunderbar tragische Reise der drei exzentrischen Brüder (Jason Schwarztman, Owen Wilson, Adrien Brody) quer durch Indien zu ihrer Mutter (Anjelica Huston) und- kein Schmalz- zu sich selbst, traumhaft:
Zum Schluss noch ein wenig Triviales: Die Familie Coppola mischt auch öfter bei Andersons Filmen mit, beim letzten war Roman Coppola (Cousin von Schwartzman, Bruder von Sofia, Sohn von Francis Ford) als Co-Regisseur und Produzent beteiligt. Das erhabene Muttermal von Jason Schwartzman ist konstant erbsengroß geblieben, Respekt!
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